15. Mai 2010 - 11:32 Uhr
Inzwischen haben die Fotografenkollektive KNSYphotographie und StandOut Bussenius + Reinicke neue Motive zur Wundertütenedition RUHR.2010 beigesteuert. Mit den bereits vorher aufgelegten Wundertüten von Norbert Enker besteht nun Auswahl unter insgesamt fast 60 Motiven. Das Spektrum reicht von den Architekturhighlights bis zur Ruhrvegetation, von Kunst bis Fussball, von typischen Ruhrobjekten bis zu den Menschen im Ruhrgebiet: Insgesamt bietet sich eine neue und ungewöhnliche Sicht auf unsere Region.
Welches Motiv man schließlich in der Wundertüte erwischt, weiß man nicht vorher, versteht sich… Aber man kann den Künstler/ die Künstler wählen, und der Titel der Wundertüte gibt gute Hinweise auf den Inhalt. Mehr Information unter www.kunst-in-tueten.de.

Bildauswahl KNSYphotographie

Bildauswahl StandOut
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11. Mai 2010 - 14:21 Uhr
In dem nachstehenden Booklet finden Sie alle Skulpturen und Wandarbeiten unserer aktuellen Ausstellung mit Dieter Kränzlein. - Viel Freude beim Blättern:
Kommentieren » | 2010/05 - Dieter Kränzlein: Arbeiten in Stein. 08.05.-20.06.10
11. Mai 2010 - 13:16 Uhr

Das Signet des Bananensprayers Thomas Baumgärtel wurde an unserer Galerie und auch an vielen anderen Kunstorten in Essen mit einem schwarzen Apfel übersprayt, - haha… Der Verantwortliche dieser Aktion scheint von einem sehr zweifelhaften Humor getragen. Natürlich ist Kunst im öffentlichen Raum niemals vor Angriffen gefeit, und Baumgärtel hätte sicher nichts gegen eine Kunstaktion gehabt, die mit seiner Banane interagiert, eine so plumpe Zerstörung aber, dazu potthäßlich, belegt nichts weiter als den minderbemittelten Kunstverstand des Täters…
Daneben, ein Hinweis an den Täter, handelt es sich hier um Sachbeschädigung an Privateigentum. - Anzeige folgt!
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8. Mai 2010 - 13:16 Uhr

Gestern abend, 7. Mai, war die Ausstellungseröffnung “Dieter Kränzlein: Arbeiten in Stein”. Zahlreiche Besucher freuten sich über ein Wiedersehen mit dem Stuttgarter Künstler und seinen Werken. Die Bilder geben einen Eindruck von der Ausstellung vor Beginn der Eröffnung.


Dieter Kränzlein wurde 1962 in Stuttgart geboren, machte eine Ausbildung zum Steinbildhauer, und kam 1985 zu dem ungarischen Bildhauer Franz Dàkay, der ihn über Jahre unterrichtete. Kränzlein war fasziniert von seiner Person, von seinen Werken und der ungemein spannenden Atmosphäre im Atelier des 71-jährigen Künstlers. Dàkay arbeitete vorwiegend figurativ, schuf wunderbare Akte und war ein glänzender Zeichner und Maler. Mit dem Erlernen der Grundlagen bei diesem herausragenden Lehrer war für Kränzlein der Weg frei, seine eigenen abstrakten Arbeiten zu entwickeln. Diese präsentierte er erstmals 1989 der Öffentlichkeit, und seither ist er als freischaffender Künstler tätig. Er lebt und arbeitet in der Nähe von Stuttgart.

Im Vordergrund steht bei der Gestaltung des Steins die Struktur, mit der Kränzlein die Arbeiten überzieht. Diese Struktur entsteht aus dem rhythmischen Ansatz der Trennscheibe, die sich in verschiedenen Bearbeitungsmustern in den Stein frisst. Farbe spielt nur bedingt eine Rolle, da sie in erster Linie dazu dient, die Licht- und Schattenkontraste zu vertiefen. Die erste Variante dieser strukturalen Arbeitsweise ist ein Muster, das die gesamte Oberfläche mit kurzen Schnitten, kreuz und quer, überzieht, und sie stark aufklüftet, vergleichbar etwa mit mancher Korallenart, oder auch mit einem grobflorigen Teppich. Diese textile Assoziation widerspricht aber der Stacheligkeit, die sich bei der ersten Berührung zeigt. Es ist gerade die Spannung zwischen Anziehung (das Weiche) und Abwehr (das Stachelige), die den besonderen Reiz dieser Struktur ausmacht.

Immer wieder fordert Kränzlein vom Stein das Unmögliche: Er soll sich biegen und dehnen, elastisch und leicht machen. Vergleiche mit Textilien, organischen Strukturen und Schriftsätzen liegen nahe, und zeigen, dass Kränzlein die Attribute des Gesteines häufig in Frage stellt: Der Stein ist mehr als anorganische Masse, sein Ausdruck und seine Eigenschaften sind veränderlich, unter den Händen des Künstlers stecken in ihm unendlich vielfältige Möglichkeiten.
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